Create & Play

Was ist eigentlich Interaction Design? Mit dieser Frage beschäftigten wir uns im sechsten Semester im Modul Projekt Expremitent & Versuch. Die Aufgabe bestand darin, ein interaktives Exponat zu gestalten, welches den Studiengang Media & Interaction Design repräsentiert. Das Exponat wurde nach erfolgreichem Abschluss des Projekts auf der IdeenExpo 2017 ausgestellt.

Wir haben in einem fünfköpfigen Team das Exponat Create & Play entwickelt. Dieses vermittelt seinem Benutzer auf spielerische Art und Weise, was eine gute Benutzeroberfläche ausmacht und wie gravierend eine Schlechte die Bedienbarkeit erschweren kann. Durch das selbstständige Wählen und Ausprobieren von Bedienelementen, werden die Teilnehmer für die bewusste Gestaltung von Interaktionen und Interfaces sensibilisiert. Das grundsätzliche Ablauf ist dabei in zwei Schritte unterteilt.

Create: Zwei Spieler suchen sich aus einer Auswahl an Eingabemöglichkei-ten ihre Favoriten aus und bauen damit ihren eigenen Controller.

Play: Nach der Auswahl treten die beiden Spieler gegeneinander an und finden spielerisch heraus, welche Eingabemöglichkeiten besser funktionieren als andere.

Zur Umsetzung des Konzeptes waren drei Komponenten nötig:

  • Unterkonstruktion
  • modular zusammenstellbare Controller
  • kompetitives Spiel
  • Die Konstruktion besteht aus Europaletten und MDF-Platten. Zwischen diesen wurden ein TV-Bildschirm und der Computer, auf dem das Spiel laufen soll platziert. Unser Ziel war es, eine möglichst günstige Konstruktion zu entwickeln, die eine einfache Montage und einen sicheren Transport ermöglicht.

    Für die Controller wurde ein modulares System benötigt, welches aus verschiedenen Eingabemöglichkeiten besteht, die individuell kombinierbar sind. Wir haben uns Palette Gear entschieden, welches diese Anforderungen erfüllte. Palette Gear besteht aus quadratischen und rechteckigen Eingabemodulen, die mithilfe von Magneten verbunden werden können.

    Das Spiel sollte zu zweit spielbar sein, mehrere Steuerungsparadigmen beinhalten und das junge Messepublikum nicht überfordern. Wir haben ein Spiel entwickelt, in dem zwei Spieler in eine unendliche Tiefe stürzen und dabei möglichst genau durch Ringe steuern müssen. Zudem besteht die Möglichkeit seinen Gegenspieler abzudrängen und ihm da-durch das Punktesammeln zu erschweren. Um die Atmosphäre aufzuwerten, haben wir das Spiel thematisch im Weltraum angesiedelt. Das All und die Raumfahrt genießen große Faszination und verkörpern die Zukunft wie kaum ein anderes Thema.

    Die Arbeit entsand in Zusammenarbeit mit Joy Moorkamp, Felix Queisler, Sebastian Galetzka und Tobias Düser.