CINESHIFT

Diese Arbeit entstand im Fach „Interactive Motion Media“ während des dritten Semesters. Unter dem Semestertitel „Access to Movies“ sollte neue experimentelle Interfaces zum Wählen, Orientieren und/oder Konsumieren von Filmen entwickelt und in eine benutzbare Form gebracht werden.

Ob Netflix, Amazon Instand Video oder iTunes. Überall im Netz gibt es mittlerweile ein riesiges Angebot an Filmen. Dabei erfolgt die Auswahl der meisten Benutzer nach Parametern wie Bewertung, Genre oder Erscheinungsdatum. Dies hat zur Folge, dass es wenig Möglichkeiten gibt, selbst neue Filme zu entdecken. Es werden Empfehlungen des Anbieters oder der Community durchsucht. Ob der aktuelle Film wirklich zum persönlichen Geschmack passt, ist häufig zweifelhaft.

CINESHIFT ermöglicht es seinem Benutzer Filme nach bisher vernachtlässigten Parametern zu filtern und so auf eine neuartige, andere Art und Weise nach Filmen zu suchen.

Die Parameter werden mittels Schieberegelern eingestellt. Der Film, welcher am besten zu den eingestellten Parametern passt, wird an oberster Stelle angezeigt. Darunter werden weitere Filme – in absteigender Reihenfolge bezüglich ihrer Übereinstimmung mit den gewählten Parametern – angezeigt.

Der Parameter Epoch gibt die Zeit, in der der jeweilige Film spielt an. So kann der Benutzer entscheiden, ob er einen Sandalenfilm oder einen Science-Fiction sehen möchte.

Talks ermöglicht es dem Benutzer die Filme nach gesprochenem Text, bzw. nach der Anzahl der Dialoge zu filtern.

Über Cuts kann der Benutzer Filme nach ihrer Schnittanzahl pro Zeiteinheit filtern. Je mehr Schnitte es gibt, desto hektischer ist in der Regel das Bildmaterial.

Look ist eine Mischung aus Helligkeit und Sättigung. Hierrüber kann der Benutzer beispielsweise besonders farbenfrohe, freundliche Filme auswählen. Oder eben das Gegenteil.

Das Budget eines Films sagt häufig einiges über die Effektdichte oder die Prominenz Besetzung. Mit der Veränderung dieses Parameters kann der Benutzer festlegen, ob nur polierte Hollywood-Produktionen oder auch kultige Trashfilme für ihn in Frage kommen.

Die Parameter wurden mithilfe der API von themoviedb.org, dem command-line-tool „ffm-peg“, „Processing“, „Wondershare Filmora“ und einigen Bash-Scrips ermittelt.

Die Arbeit entsand in Zusammenarbeit mit Felix Althaus und Felix Queisler.